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Wie kann man Krebs behandeln?

Es hängt von der Art der Krebserkrankung ab, welche Behandlung ein betroffenes Kind bekommt.
Die wichtigsten Methoden sind die Operation, die Chemotherapie, die Bestrahlung und in bestimmten Fällen die Knochenmark-Transplantation (KMT) .

Manchmal reicht eine Operation aus, manchmal muss das Ärzteteam mehrere Verfahren kombinieren.

In Deutschland werden fast alle krebskranken Kinder nach festgelegten Studienprotokollen behandelt – das bedeutet, dass alle Kinder nach einer gleichen, von Wissenschaftlern anerkannten Therapie behandelt werden.

Da Krebs bei Kindern selten ist, sind einige Kliniken auf die Behandlung spezialisiert. So kommt es, dass die Kinder und ihre Eltern oft weit entfernt von zuhause in einer Klinik sind.

Es ist ganz wichtig, dass krebskranke Kinder und Jugendliche in einer Klinik für KINDER-Onkologie behandelt werden, damit sie von Anfang an die
optimale Behandlung bekommen!!!
Operation
Manchmal wird der Tumor sofort nach der Diagnose entfernt. In manchen Fällen wird aber erst eine Chemotherapie durchgeführt, damit der Tumor kleiner wird.
Wenn der Tumor durch die Chemotherapie kleiner geworden ist, kann die Operation oft schonender durchgeführt werden. Außerdem wird verhindert, dass er sich weiter ausbreiten kann.
In manchen Fällen reicht schon die Operation alleine aus, um den Krebs zu entfernen.
Operation
Ärzteteam bei einer Operation

Chemotherapie
Bei dieser Therapie bekommt der Patient verschiedene Medikamente, die die Krebszellen schädigen und vernichten können.
Wichtig dabei ist, dass
sich die Medikamente über die Blutbahn im ganzen Körper verteilen und so den Krebs an jeder Stelle des Körpers bekämpfen. Diese Medikamente werden meistens über eine Infusion verabreicht.

Die Chemotherapie dauert je nach Erkrankung verschieden lange, damit man auch wirklich alle Krebszellen „erwischt“.

Zwischen den einzelnen Therapieblöcken sind die Kinder oft zuhause. Inzwischen bieten viele Kliniken die Verabreichung der Chemotherapie in einer Tagesklinik an, d. h. die Kinder können abends wieder nach Hause.
Da eine Chemotherapie manchmal 2 Jahre dauert, ist das meistens sehr vorteilhaft!

In der Tagesklinik
In einer Tagesklinik

Bestrahlung
In der Bestrahlung werden starke Lichtstrahlen verwendet – das sind Röntgenstrahlen. Sie sind so stark, dass sie durch die Haut in den Körper eindringen und sogar Krebs- und Tumorzellen zerstören können. Kinder, die bestrahlt werden, bekommen manchmal eine Maske angefertigt, die während der Bestrahlung das gesunde Gewebe schützt.

Die Bestrahlung dauert meistens ein paar Wochen, da diese Therapie aus mehreren Behandlungen mit Zwischenpausen besteht. Es werden dabei immer nur ganz wenige Strahlen auf einmal abgegeben – um die gesunden Zellen zu schonen! Die Strahlen wirken auch während der übrigen Zeit weiter.

Bestrahlung
Ein leuchtendes Schild als Signal für den Bestrahlungsvorgang

Knochenmarktransplantation
Bei der Knochenmarktransplantation wird das kranke Knochenmark durch gesundes Knochenmark eines Spenders ersetzt. Dazu ist es notwendig, dass vorher eine besonders starke Chemotherapie durchgeführt wird. Das gespendete Knochenmark wird dann mit einer Infusion zugeführt.

Es gibt die autologe und die allogene Transplantation:

Bei der allogenen Transplantation bekommt das Kind das Knochenmark einer fremden Person, einem Spender. Die Gewebemerkmale müssen so gut wie möglich zusammen passen. Das ist so wichtig wie bei einer anderen Organspende, damit der Körper das neue Knochenmark nicht abstößt.
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Spender passt, ist in der eigenen Familie am größten, deshalb werden gesunde Spender zuerst im Familienkreis gesucht. Bei Geschwistern liegt die Wahrscheinlichkeit bei etwa 25 %. Die Eignung wird durch eine Gewebetestung, eine sogenannte HLA-Typisierung, festgestellt. Dazu muss vom Spender eine Blutprobe untersucht werden.

Bei der autologen Transplantation werden körpereigene Zellen verwendet.
Dem Patienten wird das eigene Knochenmark entnommen und mit Medikamenten behandelt, um alle Krebszellen zu töten.
Dann erhält der Patient eine hochdosierte Chemotherapie  - mit oder ohne zusätzliche Bestrahlung - um das gesamte kranke Knochenmark zu zerstören.
Anschließend wird das behandelte, eigene Knochenmark wieder zugeführt.
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