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Was ist Krebs?

Jede Zelle im Körper hat andere Funktionen. Es gibt z. B. Hautzellen, Muskelzellen, Gehirnzellen usw. Wenn eine Körperzelle sich nicht zu einer funktionierenden Zelle entwickelt, die ihre vorgesehene Arbeit erfüllt, sondern sich nur vermehrt und viele Tochterzellen bildet, nennt man das Krebs.
Das entstehende neue Krebsgewebe heißt Tumor. Wenn er bösartig ist, wächst er in Organe ein und zerstört sie. Er versucht, sich über Blut- und Lymphgewebe im ganzen Körper auszubreiten und anzusiedeln, d.h. Metastasen zu bilden. Ein gutartiger Tumor verdrängt Gewebe, er wächst nicht hinein.

gesundes Blut krankes Blut
                gesundes Blut                             krankes Blut

In Deutschland erkranken jedes Jahr ungefähr 1700 Kinder und Jugendliche neu an Krebs.

Die wichtigsten Krebsarten bei Kindern und Jugendlichen sind:

Leukämie
Bei der Leukämie ist die Bildung der weißen Blutkörperchen gestört. Die Zellen teilen sich nicht richtig, sondern sehr schnell und überschwemmen das Blut. Ihre eigentlichen Aufgaben können sie aber nicht richtig erfüllen. Sie stören sogar die anderen Zellen bei Ihrer Arbeit.  Diese kranken Zellen heißen Leukämiezellen. Andere Namen sind 'unreife Blutzellen' oder auch Blasten.
Hinweise auf eine Leukämie sind z. B. das häufige Auftreten von blauen Flecken oder Hautblutungen ohne dass man sich verletzt hat. Viele Kinder und Jugendliche fühlen sich richtig matt, die Schulleistungen lassen oft nach und die Haut ist sehr blass.
Die Leukämien sind die häufigste Krebsart bei Kindern und Jugendlichen.

Demnächst hier: ein extra Kapitel über Leukämien.

Lymphome

Lymphome sind Lymphknotentumoren.  Sie bilden sich zum Beispiel in den Lymphdrüsen. Am häufigsten fällt eine Lymphknotenschwellung im Kopf-Halsbereich auf, die über mehrere Wochen besteht. Auch die Lymphknoten der Achsel- und Brusthöhle können befallen sein.
Morbus Hodgkin und Non-Hodgkin-Lymphom sind Namen von Erkrankungen aus diesem Bereich. Morbus Hodgkin heißt auch Lymphogranulomatose.

Knochentumoren
Das Osteosarkom ist der häufigste Knochentumor. Besonders oft befindet es sich nahe am Kniegelenk, entweder am Ober –oder Unterschenkelknochen. Seltener auch am Oberarm oder Beckenknochen. Das Ewing-Sarkom befindet sich besonders häufig in der Mitte der langen Röhrenknochen, in den Beckenknochen, Rippen, Schulterblatt und in den Wirbelkörpern. Schmerzen im Bereich der betroffenen Knochen sind die ersten Zeichen dieser Tumoren, später können Schwellungen dazu kommen. Knochentumoren kommen eher bei älteren Kindern und Jugendlichen vor.

Hirntumoren
Hirntumoren sind die zweithäufigste Tumorart bei Kindern und Jugendlichen. Meistens entstehen sie im Stammhirn und im Kleinhirn. Gliome können auch im Großhirn lokalisiert sein.
Unsicherer Gang, Kopfschmerzen, morgendliches Erbrechen, manchmal auch Lähmungen geben die ersten Hinweise auf Hirntumoren.
                          

Weichteiltumoren

Weichteiltumoren sind bösartige Erkrankungen, die in Muskeln, Bändern, Gelenken oder im auch im Nervengewebe vorkommen. Das Rhabdomyosarkom ist der häufigste Weichteiltumor.  Er ist ein Tumor des Muskel- und Bindegewebes und findet sich am im Kopf-Halsbereich (Auge, Mittelohr, Nasenhöhlen, Gaumen, Speicheldrüse), Blase und Darm, an den Extremitäten und an der Wirbelsäule. Je nach Ort des Tumors gibt es andere Anzeichen: oft Schwellungen im Bereich des Tumors.

Neuroblastome
Neuroblastome kommen innerhalb der ersten zwei Lebensjahre am häufigsten vor. Sie haben ihren Ursprung im sogenannten sympathischen Nervengewebe entlang der Wirbelsäule. Der Tumor kann als Geschwulst im Bauch oder in der Brust auftreten, dann können auch Atembeschwerden und Husten vorhanden sein.

Wilmstumor
Der Wilmstumor heißt auch Nephroblastom und geht von der Niere aus. Anzeichen sind eine Vergrößerung des Bauches. Die Geschwulst kann durch den Bauch hindurch getastet werden.
Das Nephroblastom kommt ehrer bei jüngeren Kindern vor.

Hepatoblastom
Der Lebertumor oder das Hepatoblastom kann die ganze Leber oder einzelne Teile befallen. Die Krankheit ist sehr selten und kommt vor allem bei Säuglinge und Kleinkindern bis zum dritten Lebensjahr vor.

Keimzelltumor
Aus den menschlichen Keimzellen, aus denen verschiedene Gewebe des Embryos aufgebaut werden, können auch bösartige Tumoren entstehen. Am häufigsten findet man sie in den Hoden und Eierstöcken, am Steißbein, zwischen den Lungen im Mediastinum und im Gehirn.

weiter zu: Wie stellt man Krebs fest?

Die Informationen über Krebs befinden sich noch in der Bearbeitung.

Animation von Niels Loew:
Aufgaben des Blutes
Die Aufgaben des Blutes
Ausschnitt aus 'Ich bin ein Onko-Kid' , interaktive CD-Rom für krebskranke Jugendliche

 

An genauen Zahlen interessiert?
Das deutsches Kinderkrebsregister führt eine Statistik.

Medizinische Infos:
Kinderkrebsinfo

Krebsinformationsdienst
Kinderkrebsstiftung

Kontakt und Austausch für Jugendliche:
Onko-Kids-online

Leukämie heißt
"weißes Blut"

Erfahrungsberichte Leukämie

 

 

Link: Corinna hatte Morbus Hodgkin.

Eines der ersten Informationsnetze zu Lymphomen war das www.inkanet.de . Heute finden sich dort Infos zu allen Krebserkrankungen.

Solider Tumor=
'feste' Geschwulst

Kochentumoren: Bücher und Seiten Betroffener

 

 

 

Hirntumoren heißen z.B.
Astrozytom
Ependymom
Gliom
Medulloblastom u.a.
Link: PDF-Sammlung zu Hirntumoren

Weichteiltumoren sind :
Rhabdomyosarkom
PNET
Synovialsarkom
Fibrosarkom u.a.

Nähere Infos zu Weichteiltumoren

 

 

 

Neuroblastom:
Bücher und Links

 

 

Nephroblastom:
Bücher und Links

 

Hepatoblastome:
Links zu Seiten betroffener Kinder


 

Keimzelltumor, Teratom, Rhabdoid, ATRT:
Links zu Seiten betroffener Kinder

 

 

 

 

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