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Informationen für Lehrer und Erzieher von nierenkranken Kindern

Chronische Niereninssuffizienz bedeutet einen dauerhaften Funktionsverlust der Nieren. Anfangs werden die betroffenen Kinder mit Diät und Medikamenten behandelt. Wenn die Nierenfunktion weiter abnimmt,wird eine Dialyse notwendig. Diese Dialyse ersetzt die Reinigungsfunktion der Nieren auf maschinellem Weg. Eine Alternative zur Dialyse besonders bei Kindern und Jugendlichen ist die Nierentransplantation.

Die häufigste Form der Blutreinigung ist die "Hämodialyse", das ist die Reinigung über die Dialysemaschine. Eine weitere Möglichkeit ist die Bauchfelldialyse, die auch Peritonealdialyse heißt.

Belastungen, die Einfluß auf das Schulleben haben können:

Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit: Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit niereninsuffizienter Kinder und Jugendlicher ist vermindert, die Belastbarkeit herabgesetzt. Oft ermüden sie schneller und können sich nicht immer gut konzentrieren. Darauf sollte mit Bedacht Rücksicht genommen werden. Sportunterricht ist mit bestimmten Einschränkungen aber oft möglich. Auch die Teilnahme an Ausflügen u.ä. sind mit etwas Vorberietung möglich und wichtig für das Kind.
Sprechen Sie mit dem ärztlichen Behandlungsteam über die individuellen Möglichkeiten des einzelnen Kindes oder Jugendlichen.

Diät: Die Kinder und Jugendlichen müssen eine bestimmte, strenge Diät einhalten. Die Trinkmenge ist reglementiert. Da die Kinder und Jugendlichen diese Regeln normalerweise kennen und selbstständig einhalten, sollte man sie nicht zu anderem Ess- oder Trinkverhalten auffordern oder gar drängen.

Entwicklung: Chronisch nierenkranke Kinder wachsen langsamer, ihre Pubertätsentwicklung ist verzögert. dies kann zu Störungen im Selbstwergefühl führen und zu Integrationsproblemen in der Klasse.

Peritonealdialyse

Bei der Bauchfelldialyse besteht immer die Gefahr, dass Keime in die Bauchhöhle gelangen und zu einer Bauchfellentzündung führen können.

Hämodialyse

Manchmal verpassen die Kinder auch Unterrichtsstunden, da sie mehrmals pro Woche für 4 bis 5 Stunden zur Dialyse müssen. Sie haben deshalb auch weniger Freizeit und Kontaktmöglichkeiten als andere Schüler.

Nierentransplantation

Nach einer Nierentransplantation kann sich vorübergehend das Aussehen der Kinder und Jugendlichen durch Medikamentengabe verändern. Akute Komplikationen können Abstoßungsreaktionen sein, die aber meistens gut behandelt werden können.
Da man nicht voraussagen kann, ob die neue Niere dauerhaft arbeiten wird, muss das Kind lernen damit umzugehen.

Was kann ich als Lehrer tun?

Für das nierenkranke Kind sind die soziale Akzeptanz und Integration in die Schulklasse von besonderer Bedeutung. Wenn die Eltern und das Kind einverstanden sind, sollten die Mitschüler in sachlicher Art und Weise über die Erkrankung aufgeklärt werden. Dies kann auch mit einer Informationsveranstaltung des Behandlungsteams in der Schule geschehen. Ebenfalls ist in bestimmten Fällen ein Besuch in einer Dialysestation möglich.

Nehmen Sie Kontakt mit der Klinikschule und dem betreuenden Lehrer auf!

Wissenslücken durch Fehlzeiten können mit der nötigen Unterstützung aufgeholt werden.
Unterstützen Sie die betroffenen Kinder bei der Erreichung eines qualifizierten Schulabschlusses.

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